Wohnen und Stadt

Wohnen & Stadt

Wohnen und Stadt

Die Geschichte der Urbanisierung ist alt, seit über 7.000 Jahren gibt es Städte. Deutschland ist geprägt durch über 2.000 Städte. Dabei unterscheidet sich das Leitbild der europäischen Stadt durch seine demokratische und offene Verfasstheit von anderen Städteleitbildern auf der Welt. Über 80 % der Bevölkerung lebt in Deutschland in Städten. Raum zu bieten für das Wohnen ist die bedeutsamste Funktion aller Städte. Diesem Zweck dient der größte Teil ihrer Bausubstanz und er prägt maßgeblich ihre soziale wie technische Infrastruktur.

Wohnen ist ein elementares Grundbedürfnis der Menschen. Dabei ist der Begriff des Wohnens durch eine auf Dauer angelegte Häuslichkeit, Eigengestaltung der Haushaltsführung und des häuslichen Wirkungskreises sowie Freiwilligkeit des Aufenthalts gekennzeichnet, lautet eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes vom 25. März 1996.
In Deutschland gibt es rund 40 Millionen Wohnungen, darunter knapp 24 Millionen Mietwohnungen. 14 Millionen davon werden von Kleinanbietern oder Privatleuten zur Miete angeboten. Knapp 15,9 Millionen Wohnungen werden von den Eigentümern selbst bewohnt. Professionell-gewerbliche Anbieter bewirtschaften in Deutschland mehr als 9 Millionen Mietwohnungen. Als bedeutende Teilgruppen der professionell-gewerblichen Anbieter lassen sich die Genossenschaften, die Wohnungsunternehmen mit kommunaler Mehrheitsbeteiligung sowie privatwirtschaftliche Wohnungsunternehmen in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft unterscheiden. Sie bewirtschaften fast 80 % der Wohnungsbestände der professionellen Bestandshalter. Die Mieterquote liegt in Deutschland bei rund 58 % und weist damit einen besonders großen Mietermarkt im europäischen Vergleich auf. In Deutschland existieren übrigens rund 75.000 Wohnquartiere.